Warum Du mit einer neuen Kamera nicht automatisch bessere Fotos machst.

Eine neue Kamera macht Dich nicht zu einem besseren Fotografen.

Fotografie hat einen sehr starken technischen Bezug.

So viel ist schon mal klar:
Ohne Fotoapparat gibt es keine Fotos.

Die Kamera ist die Kammer, in der der Sensor (früher der Film) belichtet wird.

Hier entsteht das Bild, bevor es abgespeichert wird.

Also kann man sagen, die Kamera ist von besonderer Bedeutung für das Foto, den Fotografen/in und die Fotografie.

Auch die Kamera Hersteller werden nicht müde, uns Fotoliebhabern jedes Jahr neue Modelle zum Kauf zu präsentieren.

Diese bieten dann oft noch mehr Möglichkeiten:

  • Höhere Auflösung in Megapixel
  • Höhere ISO Empfindlichkeit
  • Mehr Autofocus Sensorpunkte
  • Schnellerer Autofokus
  • Videoaufnahme Optionen

Viele Updates machen Sinn und es sind auch viele gute neue Foto Optionen mit dabei.

Aber macht Dich eine neue Kamera auch automatisch zum besseren Fotografen/in?

Ich muss diese Frage leider mit Nein beantworten.

Eine gute Kamera mit allen oben genannten positiven Eigenschaften ist ein sehr hilfreiches Werkzeug um die fotografische Vision in ein Bild umzusetzen.

Aber Kreativität, Freude an der Fotografie, Erfahrung und ein geschultes Auge kann eine neue Kamera nicht ersetzen.

Was jetzt nicht bedeuten soll, dass man sich nicht die beste Kamera kaufen soll, die man sich leisten kann.

Aber viele Fotografen zelebrieren Ihre Fotoleidenschaft eher als sammel Leidenschaft.

Worauf es wirklich ankommt in der Fotografie:

  • Fotografen sind Jäger und Sammler. Sie sammeln schöne Momente und halten sie auf Ihrer Speicherkarte fest.
  • Die Begeisterung auch bekannte Orte, Ereignisse und Personen immer wieder aus neuen Blickwinkeln zu entdecken.
  • Liebe zur Kunst, Natur, Menschen, Orten und Licht.
  • Perspektiven ausprobieren
  • Sachen aus der Nähe betrachten
  • Nachts mit dem Stativ Sterne beobachten
  • Malen mit Licht mit langen Belichtungszeiten.

Anstatt sich ständig auf die neueste Kamera zu fixieren, sollte man also einmal  überlegen, ob man das kreative Potential seines alten Gerätes schon ausgeschöpft hat.

Ich spreche aus Erfahrung.

Seit 2007 fotografiere ich mit meiner Canon 5D. Das war damals die erste erschwingliche Digitale Vollformatkamera. Damals war das eine große Investition. Über 2000,- Euro für einen Foto Apparat.

Aber wer aus der analogen Zeit kommt und in den Jahren davor schon 2000,- Euro für Filmmaterial und Entwicklung hingelegt hat, für den war das eine Rechnung die aufgeht mit der digitalen Fotografie.

Es sind natürlich bisher auch Kameras herausgekommen, die die Qualitative Latte noch höher gelegt haben (die 5D Mark2 zum Beispiel – die ich auch habe).

Aber seitdem konnte mich für den regulären Foto Einsatz keine andere Kamera wirklich reizen.

Die alte 5D von Canon hat zum Beispiel einen ganz besonderen warmen Bildlook, den ich bei keiner anderen Kamera mehr so gesehen habe (die 20D und 30D müssten ihn auch haben).

Die 5D Mark2 ist zum Beispiel farblich neutraler eingestellt.

Aber die sogenannte alte 5D hat einen ganz besonderen Look.

In heutigen Zeiten werden Farben und Geschmäcker immer neutraler und austauschbarer.

In meinen Augen gewinnt eine Kamera, egal wie alt, mit den Jahren an Wert, schon allein wegen der besonderen Eigenschaften, die sich von neueren Kameras unterscheiden.

Will ich keine neue DSLR?

Sicherlich steht auch für mich einmal ein Kamera update an. Die Sony A7s ist ein sehr interessantes Gerät für mich, auch wegen der hochwertigen Video Optionen.

Genauso verhält es sich für mich mit der Panasonic Lumix GH4. Ein sehr guter Fotoapparat und hochwertige Video Kamera.

Aber man sollte auf der Suche nach immer neuer Ausrüstung nicht das eigentliche Herz der Fotografie aus den Augen verlieren – die Freude an der Fotografie und an schönen Bildern.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.