Lomographie – die coole Art zu fotografieren – in den 90ern

Ich sag Euch, wie die Zeit vergeht. Ich kann mich noch so gut erinnern, als ich in München in der Maxvorstadt in einem Studentenwohnheim gewohnt habe. Wenn ich zum Müsli kaufen gegangen bin, bin ich immer an einem Fotolabor vorbeigekommen (das es jetzt nicht mehr gibt).

Und in diesem Fotolabor gab es immer eine Wand voll mit den coolsten Lomographien.

Lomographie kommt von dem Namen LOMO*.

Das ist eine russische Pocket Kamera (analog mit Film). Und in den 90er Jahren hat sich daraus die Kunstform der Lomographie entwickelt.

Lomographie heißt fotografieren, ohne durch den Sucher zu schauen. Man hält die Kamera einfach in die richtige Richtung und löst im richtigen Augenblick aus.

Den Negativ oder Diafilm entwickelt man am besten noch im Cross Verfahren. Crossverfahren heißt, ein Negativfilm wird in den Dia Entwicklungs Chemikalien entwickelt und ein Diafilm in den Negativ Chemikalien.

Das war noch vor der Zeit von Photoshop und coolen Filtern. Das war eine Möglichkeit, ohne den Einsatz von Computern und Programmen zu einem sehr coolen Bildergebnis zu kommen.

Rund um die LOMO hat sich die Lomographische Gesellschaft gebildet.

Aus den Lomografien, die immer total bunt und neonfarben und falschbarbig waren konnte man dann sehr schön zu kreativen Wandkollagen zusammenfassen.

Man wusste auch nie, was bei den Fotos herauskam. Welchen Bildausschnitt habe ich erwischt, wie werden die Farben aussehen. Es war immer eine sehr große Überraschung.

Hier meine Visitenkarten, die ich mit einem Lomo Action Sampler*
fotografiert habe:

VISITENKARTEN SupernovaVISITENKARTEN BananenVISITENKARTEN Underground

 

Ich kann jedem, der/die heute das Fotografieren anfängt, den Blick auf die Lomographie nur empfehlen.

Es war und ist eine  sehr kreative Fotografie und eine sehr Alternative Herangehensweise an die Fotografie.

Im Gegensatz zu heutigen Zeiten, war die Aufmerksamkeit der Fotografen nicht auf die Technik, Linsen und Kameras zentriert, sondern es ging um das Erlebnis und das kreative Ergebnis.

Durchaus eine Einstellung, die wir heute wieder in der Fotografie gut gebrauchen können!

Hier noch ein paar weiterführende Links

http://www.lomo.de/

http://www.lomografie.at/regeln

LOMO bei Amazon*

 

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