ISO Empfindlichkeit in der Fotorafie – was ist das – und wie wirkt sie sich auf die Bilder aus?


Früher hat man auf Film fotografiert.

Wer kann sich noch an Farbfilm, Diafilm und Schwarzweissfilm erinnern?

Vor dem digitalen Zeitalter wurde auf Film fotografiert. Es gab diese Filme in unterschiedlichen Empfindlichkeiten. Die Standard Empfindlichkeit war 100 ISO. Mit diesem Film konnte man bei Tageslicht gute Fotos machen.

Wollte man etwas mehr Empfindlichkeit, dann griff man zu einem 200er Film oder auch 400er Film. Je höher die Empfindlichkeit, desto gröber wurde auch das Bild.

Ein 100er Film war feinkörnig und ein 400er oder 800er war grobkörnig. 800er und 1600 ISO Filme waren schon Spezialfilme, die man z.B. bei Konzerten benutzte, um mit dem vorhandenen Licht eine Veranstaltung zu fotografieren.

Als ich noch viel mit Schwarzweiss Film fotografiert habe so bis das Jahr 2006, da war ich eigentlich ein großer Fan von grobkörnigen Aufnahmen. Einfach weil es ein cooler, rauer Look ist.

In der Regel werden jedoch rauschfreie und feinkörnige Aufnahmen gewünscht.

Wie ist das heute mit der Emfindlichkeit?

Die Maßeinheiten für die Empfindlichkeit sind gleich geblieben. Doch heutzutage bilden wir Fotos auf digitalen Fotosensoren ab und speichern das Bild auf Speicherkarten.

Heute haben wir Digitale Spiegelreflexkameras und können die ISO ganz nach Wunsch an der Kamera einstellen.

So im Jahr 2006 waren die ISO Zahlen so zwischen 100-800 ISO. Darüber wurde es vielen Fotografen/innen zu rauschig.

Bei neuern Kameras reicht die Empfindlichkeit von 100-6400 ISO. Sogar bis 12800 oder 25600 ISO. Also immer eine Verdopplung der maximalen Werte.

Die neuen Sensoren und Computer die in den Kameras arbeiten, eröffnen also völlig neue kreative Möglichkeiten in der Fotografie.

Welche ISO brauche ich für welche Situation?

  • Bei Tag (Sonne – Bewölkt – Dämmerung): ISO 100-400-800
  • Bei Nacht (Dämmerung – Dunkelheit – Innen mit wenig Licht): ISO 800-3200
  • Stockdunkel: ISO 3200-6400-12800-25600

Das ist jedoch noch nicht die ganze Warheit. Ein Foto ist immer eine Kombination aus Blendenöffnung – Belichtungszeit – Empfindlichkeit.

Es kommt immer darauf an, was mir bei der Aufnahme wichtig ist.

Es ist immer ein Abwägen zwischen gestalterischen Elementen, wie Belichtungszeit, Umgebungslicht, Objektiv Lichtstärke und Empfindlichkeits Einstellung.

Innerhalb dieser Parameter bewegt sich dann das fertige Bild.

Ein interessanter Zusammenhang zum Schluss:

ISO – Blende und Belichtungszeit jeweils in Einzelstufen abgestimmt. Die Veränderung jeder einzelnen Stufe verdoppelt oder halbiert das zu fotografierende Licht.

Sagen wir mal, wir hätten eine Belichtungssituation von

1/100 Sekunde bei Blende 4 und ISO 200.

Soll jetzt die Bildhelligkeit gleich bleiben – ich möchte aber einen Parameter verändern, z.B. Blende 5,6 für mehr Tiefenschärfe, dann muss ich einen der anderen Parameter entgegensteueren.

Von Blende 4 auf Blende 5,6 halbiert das Licht. Ich muss jetzt entweder die ISO erhöhen auf 400, was die Helligkeit verdoppelt. So wäre es wieder ein korrekt belichtetes Bild.

Oder ich lasse die ISO gleich und verdopple das Licht indem ich mit 1/50 Sekunde Belichte

1/100 Sekunde bei Blende 4 und ISO 200.

=

1/50 Sekunde bei Blende 5,6 und ISO 200

=

1/100 Sekunde bei Blende 5,6 und ISO 400

 

Falls Du Fragen zu diesem Thema hast, dann kannst Du sie sehr gerne in den Kommentaren stellen.


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